Kosten

Die Untersuchungen, die die Gründe einer ungewollten Kinderlosigkeit herausfinden sollen, sind grundsätzlich Kassenleistung. Dies gilt auch für evtl. notwendige Operationen (Ausnahme: freiwillig herbeigeführte Sterilisation). Ebenso wird die rein medikamentöse Behandlung z.B. bei einer Störung der Eireifung (hormonelle Stimulation) von den gesetzlichen und privaten Krankenkasse übernommen.

Für die sog. erweiterte Kinderwunschbehandlung (Insemination, IVF, ICSI) müssen bei den meisten Krankenkassen 50% der Kosten unter u.g. Voraussetzungen selbst getragen werden.

Gesetzliche Krankenversicherung

Es gelten die Bestimmungen entsprechend dem Gesundheits Modernisierungs Gesetz (GMG) sowie die Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen:

  1. Das Kinderwunschpaar muss verheiratet sein.
  2. Die Kostenübernahme erfolgt nur im Alter vom 25.- 40. LJ bei der Frau und vom 25.- 50 LJ beim Mann.
  3. Beide Partner müssen HIV negativ sein, außerdem muss eine Rötelnimmunität vorliegen.
  4. Ein genehmigter, gültiger Behandlungsplan durch die gesetzliche Krankenkasse muss vor dem Beginn der Behandlung vorliegen.
  5. Vor Beginn der Behandlung muss eine spezielle Beratung durch einen nicht die Behandlung durchführenden Frauenarzt stattgefunden haben.
  1. Ein Kostenanspruch besteht nicht mehr ab dem 40. Geburtstag der Ehefrau oder 50. Geburtstag des Ehemannes.

Nach dem Transplantationsgewebe- Gesetz 2008 muss eine Untersuchung auf HIV, Hepatitis-B und –C durchgeführt werden. Diese darf nicht älter als 3 Jahre sein.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen grundsätzlich 50 % der Behandlungskosten (sowohl Arztkosten als auch Medikamentenkosten), die restlichen Kosten entfallen auf das Patientenpaar. Außerdem wurde die Anzahl der Behandlungszyklen begrenzt:

    8 Inseminationszyklen
ohne hormonelle Stimulation
(inclusive Clomifen-Tabletten)
3 Inseminationszyklen
mit hormoneller Stimulation
(Gonadotropine)
     
     
     3 IVF- oder ICSI- Behandlungszyklen
     

Nach Geburt eines Kindes erneuter Anspruch auf anteilige Kostenübernahme.

Nach Fehlgeburt bzw. klinischer Schwangerschaft erneuter Anspruch auf mindestens einen Zyklus.

Die Tatsache, dass viele gesetzliche Krankenkassen inzwischen die gesetzlich vorgeschriebenen Erstattungsleistungen von 50 % bei drei Versuchen deutlich erweitert haben zeigt, dass bei diesen Krankenkassen die Sinnhaftigkeit einer Unterstützung bei Ihrer Kinderwunschbehandlung über das gesetzlich notwendige Maß hinaus klar erkannt worden ist.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang insbesondere, dass von einigen Krankenkassen auch der vierte Versuch unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 % oder gar drei Versuche bis zu 100 % erstattet werden.

Die Kosten im Einzelnen (Ihr Eigenanteil 50%):

Insemination im Spontanzyklus: 120 €
Insemination mit hormoneller Stimulation: 350
IVF: 1700 €
ICSI: 1900
Narkose: 120

zusätzliches Angebot (wird von den Krankenkassen nicht übernommen)

Kryo- Konservierung von befruchteten Eizellen:  420 €
Lagergebühr im flüssigen Stickstoff pro Jahr:  360 €
Transfer von zuvor eingefrorenen Embryonen:  300 €
verlängerte Kultur im Embryoskop: 685 €
Akupunktur zum Transfer: ca. 52 €

Die Preise können abweichen, da die Dosis der Medikamente vom Alter und anderen Faktoren wie AMH, Endometriose usw. abhängig ist.

Private Versicherung

Da hier unterschiedlichste Versicherungsverhältnisse zum Tragen kommen können, stehen wir Ihnen wie auch unser Berufsverband unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Situation jederzeit gerne beratend zur Verfügung (www.repromed.de).

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